Turbulenzen - ist die Scheibe zu hoch oder zu niedrig?

Hintergrund: Hinter der Scheibe entsteht ein Unterdruck. Wenn die Luftströmung am Ende der Scheibe auf den Unterdruck trifft, verwirbelt sich die Luft. Je größer die Scheibe, desto größer der Unterdruck und desto größer die entstehenden Turbulenzen. Bei großen Fahrern ist dies in der Regel kein Problem, da die Turbulenzen nicht im Helmbereich liegen. Kleinere Fahrer sind deshalb hinter einer niedrigeren Scheibe besser aufgehoben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass eine Verkleidungsscheibe dazu dient den Wind über den Fahrer drüber zu leiten. Dies ist nur in seltenen Fällen (z.B. Goldwing) möglich.

Optimal ist es, wenn der Helm leicht angeströmt wird.

Wenn Turbulenzen auftreten ist die Scheibe in aller Regel, wie oben beschrieben, zu hoch. Um die optimale Länge festzustellen kann man folgendes tun: Während der Fahrt langsam nach oben gehen bis die Turbulenzen weg sind. Diesen Weg den man nach oben gegangen ist wird durch zwei geteilt. Das Ergebnis entspricht dem Maß, um das die Scheibe gekürzt werden müsste.

Beispiel: Geht der Fahrer während der Fahrt hoch, und nach 10 cm lassen die Turbulenzen deutlich nach, dann sollte die Scheibe ca. 5 cm gekürzt werden.


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